Was ist Dungeons & Dragons?

Vorgeschichte

Gary Gygax war einer der Erfinder von Dungeons & Dragons

Quelle: www.wired.com

Gary Gygax, ein Amerikaner schweizerischen Ursprungs schrieb 1972 das erste Regelwerk für das mittelalterliche Konfliktsimulationsspiel Chainmail für Tabletop-Spiele, übernommen aus Dave Arnesons Blackmoor-Hintergrund. 1973 gründeten Gary Gygax und Don Kaye den Verlag Tactical Studies Rules (TSR), der eine überarbeitete Version von Chainmail 1974 unter dem Namen Dungeons & Dragons (D&D) veröffentlichte.

Gary Gygax entwickelte im Folgenden das Regelwerk Advanced Dungeons & Dragons (kurz AD&D), das weitaus komplexer als D&D  und für fortgeschrittene Spieler gedacht war. 1977 erschien eine erste Edition, die zweite folgte im Jahr 1989. Der Zuspruch war sehr groß, so dass zunehmend Quellenbücher und komplette Spielwelten exklusiv für AD&D entwickelt wurden. TSR vernachlässigte D&D zunehmend.

1997 wurde TSR von Wizards of the Coast (WotC, kurz Wizards) übernommen. Wizards entschloss sich nach der Übernahme, eine Neuauflage des Spiels unter dem Titel Dungeons & Dragons (3rd Edition, D&D 3.0) zu veröffentlichen, da dieser Markenname viel bekannter als die Abkürzung AD&D war. Eine leicht überarbeitete Fassung erschien in 2003 als Dungeons & Dragons 3.5. Juli 2008 erschien mit der 4. Edition eine tiefgreifende Weiterentwicklung des Regelsystems. Im Herbst 2014 erschien schließlich die 5. Edition.

40 Jahre Dungeons & Dragons-Geschichte ausführlicher

Dungeons & Dragons

Dungeons & Dragons ist ein Fantasy-Rollenspiel, in dem eine Gruppe von Spielern jeder seinen eigenen Charakter erschafft und dessen Rolle im Rahmen eines Abenteuers übernimmt.

Ein Spielleiter (Dungeon Master) dient als Erzähler der Geschichte, Regisseur, Dramaturg und Regelwächter, darüber hinaus spielt er alle Nicht-Spieler-Charaktere und Kreaturen. Er sorgt auch für die Atmosphäre durch u. a. Musik, Mimik, Stimme, Bilder/Videos und Outfits.

Die Charaktere in der Spielergruppe setzen ihre Fantasie und Fähigkeiten ein, um das Abenteuer zu bestehen. Zusammen lösen sie Rätsel und Konflikte, bestreiten Kämpfe gegen Monster, sammeln Schätze, Wissen und nicht zuletzt Erfahrung(spunkte). Dadurch steigen sie in der Erfahrungsstufe auf und werden mächtiger.

Neben dem reinen Spaßeffekt unterstützt das Spielen von Dungeons & Dragons die Kreativität, den Aufbau von Selbstvertrauen, die Entwicklung von Empathie, die Fähigkeit der Präsentation und des Formulierens, die Förderung der Zusammenarbeit in der Gruppe und die Sensibilität für gesunde Konfliktlösungen.

Spieler können zwischen verschiedenen Völkern (z. B. Mensch, Halbelf, Elf, Halbork, Zwerg,
Halbling und Gnom) und Charakterklassen (z. B. Kämpfer, Magier, Schurke, Kleriker, Waldläufer, Mönch, Hexenmeister, Barbar, Druide, Barde und Paladin) wählen. Verschiedene Fertigkeiten und Talente sowie weitere Klassenspezialisierung ermöglichen es, Spielercharaktere individuell zu gestalten.

Die Gesinnung jedes Charakters wird in einer Kombination der Ausrichtungen rechtschaffen, neutral oder chaotisch sowie gut, neutral oder böse determiniert.

Der auf arte erschienene Beitrag (links unten) beschreibt sehr gut den durch Serien und Spielshows wieder entstandenen Hype sowie die von dem Spiel ausgehende Faszination und die positiven Impulse. Der zweite Beitrag (rechts unten) erklärt einfach und sehr gut, wie das Spiel funktioniert und warum es so viel Spaß macht.

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Spielwelten

Die Abenteuer können entweder in einer der zahlreichen vorgegebenen oder in einer vom Dungeon Master selbst erschaffenen Fantasy-Spielwelt gespielt werden.

Über die Jahre wurden zahlreiche Spielwelten veröffentlicht, die eine unterschiedliche Art von Rollenspiel ermöglichen.

Um einen kurzen Überblick über die vorgegebenen Spielwelten zu erhalten, die auch von mir als Dungeon Master gespielt werden können, klicken Sie bitte hier.

Weitere Spielwelten sind die in der zweiten Edition von AD&D vorgestellten Erweiterungsregionen der Forgotten Realms (Vergessenen Reiche):

  • Maztica (angelehnt Reiche der Inkas und Azteken)
  • Kara-Tur (asiatisch-fernöstlich)
  • Al-Qadim (arabisch-orientalisch)
  • The Horde (mongolisch)
  • Arcane Age (Forgotten Realms, nur ein paar tausend Jahre früher)
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